frag.jetzt

Vorträge, Vorlesungen und seit Corona auch Online-Seminare enden in der Regel mit: »Haben Sie Fragen?«. Und stets meldet sich niemand oder es fragen immer dieselben wenigen. Im Konferenzsaal traut sich kaum jemand oder die Fragen, die man im Verlauf des Vortrags eigentlich stellen wollte, sind vergessen. Im Video-Konferenzsystem agiert man nicht anonym. Die Sitzung wird möglicherweise aufgezeichnet. Die Mikrofone sind stumm, der Chat wird schnell unübersichtlich und man kann den Kommentaren und Fragen kaum mehr folgen.

Wem daran liegt, dass Vorträge und Online-Seminare hinterfragt werden, braucht ein Tool zum anonymen und stillen Fragenstellen. Ein solches Open-Source-Tool steht mit »frag.jetzt« kostenlos zur freien Verfügung. Gibt es Bedenken? Ist das Tool barrierefrei, daten­schutz­kon­form, sofort ohne Einarbeitung und ohne technisches Verständnis mit jedem Endgerät nutzbar? Dreimal ja.

Wenn ich »frag.jetzt« anonym und somit ohne soziale Kontrolle verwenden lasse, lade ich dann nicht auch zum Missbrauch ein? Nein, denn das Q&A-Forum kann von einer Hilfskraft live moderiert werden: Nur vortragsadäquate Fragen und Kommentare verbleiben im Forum. Außerdem kannst du alle neuen Fragen automatisch in die Moderation verschieben: Sie werden erst öffentlich, wenn du oder deine Moderator*innen sie einzeln freigeben.

Aber ich kann doch nicht alle Fragen in den letzten zehn Minuten meines Vortrags oder im Online-Seminar beantworten. Klar. Hier kommt der kollektive Tool-Aspekt zum Tragen: Das Auditorium kann jede Frage bewerten, neudeutsch: up oder down voten. Die vom Auditorium am höchsten bewerteten Fragen kannst du sofort beantworten, die anderen, falls du es willst, später noch in »frag.jetzt«, da die Sitzung eines registrierten Users fortbesteht.

Auch kannst du das Tool bereits vor der Veranstaltung einsetzen, um Fragen der Teilnehmenden zu sammeln und zum Gewichten zur Verfügung zu stellen. Das bindet die Teilnehmenden schon vor der Veranstaltung mit ein, ermöglicht eine Abfrage von Erwartungen und Vorwissen und hilft, deinen Vortrag oder dein Seminar entsprechend anzupassen.

Studierende online und im Hörsaal aktivieren


Wer Online-Seminare gehalten hat, weiß, was es heißt, gegen eine »digitale Wand« zu sprechen: Reden ohne Feedback mit der Tendenz zum Selbstgespräch. Ob die Teilnehmenden wirklich zuhören, das Gehörte verstehen oder überhaupt präsent sind, sieht man nicht. Ihre Kameras sind abgeschaltet. Aber selbst wenn man das Auditorium sieht, zum Beispiel face-to-face im Hörsaal, gibt es diese Unsicherheit. Malte Persike erläutert in einem Podcast auf podcampus.de, wie man mit Audience-Response-Systemen, vor allem mit Backchannel-Tools wie »frag.jetzt«, Studierende aktivieren kann:

Das Besondere an »frag.jetzt«


Was unterscheidet unser Backchannel-Tool von »Mentimeter«, »Slido«, »Poll Everywhere« und vielen anderen kommerziellen Feedback-Apps? Es ist das Ergebnis langjähriger Erfahrungen mit anonymen Audience-Response-Systemen in der Präsenz- und Online-Lehre. Neben einer intuitiven Bedienbarkeit, belegt in empirischen UX-Studien mit Hunderten Studierenden, waren didaktische und motivationale Kriterien bestimmend für die Konzeption und Entwicklung der App, siehe unseren ARSnova-Blog.

Bonus für »gute Fragen«

Die Lehrkraft kann gute Fragen mit einem Stern auszeichen. Die Fragenstellenden erhalten zu jedem erworbenen Stern einen 8-ziffrigen Code (»Token«). Die Tokens können per Mail in Bonuspunkte eingelöst werden. Die Lehrperson überprüft die eingereichten Tokens anhand der vergebenen im Bonus-Archiv ihres Raumes.

Fragen beantworten oder markieren

Lehrkräfte und Moderator*innen können Fragen bejahen, verneinen, kommentieren oder mit einem Stern auszeichnen. Natürlich können die Icons auch für andere Kennzeichnungszwecke verwendet werden. Sie dienen auch als Filterkriterien, um markierte oder kommentierte Fragen schnell zu finden. Wenn die Lehrkraft die Option freigegeben hat, können auch Teilnehmer*innen alle Fragen kommentieren. Es sind Konversationen möglich, also Kommentare auf Kommentare.

Fragen kategorisieren

Raumersteller*innen und Moderator*innen können Fragenkategorien (»Labels«) festlegen. Fragensteller*innen können ihre Frage einer der vorgegebenen Kategorien zuordnen, auch nachträglich. Kategorisierte Fragen können per Klick auf das Label-Icon gefiltert werden. Labels ermöglichen es der Moderatorin oder dem Moderator in einer Podiumsdiskussion, die Fragen aus dem Publikum nach Themen oder Adressaten zu filtern: Label »Frage an Herrn Scholz«, Label »Frage an Frau Baerbock« …

Fragen mit Lesezeichen versehen

Raumersteller*innen und Teilnehmende können Fragen individuell mit Lesezeichen versehen. Die Lesezeichen der Moderatorinnen sind untereinander und für die Lehrkraft ersichtlich. Dadurch können Moderator*innen gemeinschaftlich eine Vorauswahl für die Fragenrunde einer Sitzung treffen.

Stichwort-Extraktion: Fragen KI-gestützt analysieren und optimieren

Im Laufe eines Online-Kurses können sich im Rückkanal schnell Hunderte von Fragen ansammeln, die im Nachhinein nur schwer zu überblicken sind. Hier hilft die KI mit NLP (Natural Language Processing), den Überblick zu behalten: Die Substantive in den Texten werden auf ihre grammatische Stellung im Satz analysiert und als Stichwörter dem Fragensteller oder der Fragenstellerin zur thematischen Einordnung vorgeschlagen.

Wohl wissend, dass die sprachliche Qualität eines anonymen Textes in Bezug auf Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung und Stil im Allgemeinen gering ist, wird in »frag.jetzt« der Text an den Übersetzungsdienst »DeepL« übermittelt und in eine Fremdsprache übersetzt, zum Beispiel Deutsch in Englisch. Die KI hinter DeepL ignoriert so gut wie alle sprachlichen Defizite. Die anschließende Rückübersetzung in die Ausgangssprache verwandelt einen schlecht geschriebenen Ausgangstext in einen formal korrekten und gut lesbaren generierten Text, ohne den Inhalt zu verfälschen.

Der optimierte Text wird an die NLP-Software »spaCy« weitergegeben, um aus diesem die Substantive nach Kasus als Stichwörter zu gewinnen. In einem letzten Schritt prüfen wir, ob das generierte Stichwort in der Wikipedia verschlagwortet ist. Nur dann wird es angezeigt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Wir erstellen aus den KI-generierten Stichwörtern aller Fragen eine Wortwolke, die wir in »frag.jetzt« treffend »Themenwolke« nennen.

Fragen-Fokus: Fragen in Vollansicht präsentieren

Für die Besprechung der Fragen am Beamer können diese einzeln großformatig präsentiert werden. Das Weiterschalten zur nächsten oder vorigen Frage erfolgt bequem mit den Pfeiltasten. Man kann die Anzeige auch in den »Autofokus-Modus« schalten: Dann werden eingehende neue Fragen automatisch in Vollansicht gezeigt.

Im Q&A-Forum können laufend neue Fragen oder Bewertungen das Lesen und Präsentieren erschweren, da sich die Positionen der Fragen ändern. Mit dem Pause-Button kann der Fragenstrom eingefroren werden. Neue Fragen oder Bewertungen sind aber weiterhin möglich.

Fragen durchsuchen, sortieren und filtern

Das schnelle Auffinden bestimmter Fragen wird durch Such-, Sortier- und Filteroptionen ermöglicht. Die Volltextsuche schließt auch die Antworten mit ein. Das Sortieren ist nach der Zeit, Bewertung und Kontroversität der Fragen möglich.

Mit Klick auf das Label-Icon an einer Frage werden alle Fragen dieser Kategorie angezeigt. Mit Klick auf das User-Icon an einer Frage werden alle Fragen dieses Users angezeigt. So lässt sich die Verteilung der Fragen unter den Fragenstellenden beurteilen: Wie viele Personen beteiligen sich? Welche Fragen stellt ein und dieselbe Person?

Als Filterkriterien stehen zur Auswahl: ausgezeichnet (Bonus-Stern), Konversationen, markiert (Lesezeichen), nicht markiert, beantwortet, unbeantwortet, Fragenummer, zensiert und eigene Fragen.

Kontroverse Fragen identifizieren

Um kontroverse Fragen zu identifizieren, das heißt Fragen, bei denen sich die positiven und negativen Stimmen die Waage halten und im Q&A-Forum einen Wert nahe null haben, führen wir ein innovatives Sortierkriterium ein: den Grad der Kontroverse oder des Widerspruchs.

Zunächst bilden wir die Differenz zwischen positiven und negativen Stimmen und ziehen sie von der Gesamtzahl der Stimmen ab. Was übrig bleibt, ist die absolute Anzahl der kontroversen Stimmen. Wir teilen diesen Wert durch die Gesamtzahl der Stimmen, um den Prozentsatz zu erhalten. Schließlich strecken wir den Prozentsatz mit einem empirischen Term, damit Fragen mit sehr wenigen kontroversen Stimmen nicht als kontroverser eingestuft werden als Fragen mit vielen Stimmen. Eine einfache Berechnung mit großer Aussagekraft für kontroverse Fragenrunden!

Quiz-Rallye mit »antworte.jetzt«

»frag.jetzt« verfügt über eine Quizzing-Option: Wir haben unsere beliebte spielbasierte Quiz-App »arsnova.click« eingebunden, etwas angepasst und umbenannt in »antworte.jetzt«. Die Info-Seite informiert dich über sämtliche Features. Die Punktzahl in der Rangliste wird unter Berücksichtigung der Schwierigkeit der Quizfrage und der Kürze der Antwortzeit berechnet. Wenn alle Quizfragen, die für einen Bonus vorgesehen sind, richtig beantwortet werden, erhält der Spieler oder die Spielerin einen Bonuscode, der mit einem Klick per E-Mail an die Lehrperson eingelöst werden kann.

Brainstorming

Mit »frag.jetzt« lässt sich ein Brainstorming ganz im Sinne der Kreativitätsmethode durchführen. Die Fragestellung wird als Überschrift einer Wortwolke angezeigt, sodass allen Teilnehmenden stets klar ist, wozu sie Ideen entwickeln und formulieren sollen.

Die Ideeneingabe ist wie beim Fragenstellen anonym und kann beliebig oft erfolgen. Alle Ideen werden in der Wortwolke synchron zur Eingabe angezeigt. Soll nur ein Wort für eine Idee eingegeben werden, so lemmatisiert die KI dieses, bringt es also in seine Grundform, sodass Mehrfachnennungen sicher erkannt und durch eine größere Schrift sofort sichtbar werden.

In der Diskussionsphase des Brainstormings können die Ideen von allen Teilnehmenden auf- oder abgewertet werden, indem der Mauszeiger über den Eintrag bewegt und auf das entsprechende Icon geklickt wird. Die Bewertungen haben direkten Einfluss auf die Größenberechnung der Schrift, sodass sich die Wortwolke dynamisch aktualisiert. Moderator*innen können einzelne Beiträge bearbeiten oder verbannen.

Bei der Eingabe einer Idee können die Teilnehmenden ihren Namen mit angeben. Sichtbar werden die Ideengeber*innen im Q&A-Forum, wenn der entsprechende Filter aktiviert wurde.

Mail-Benachrichtigung

Registrierte User können sich per Mail über neue Fragen und Antworten informieren lassen. Wochentag und Uhrzeit der Mail-Benachrichtigung sind einstellbar.

Kostenfrei bei voller Funktionalität

Es können beliebig viele Räume kostenlos als Gast oder registrierter User gebucht werden. Die Anzahl der teilnehmenden User in einem Raum ist nicht begrenzt. Die Räume registrierter User bleiben dauerhaft erhalten. Erst 180 Tage nach der letzten Nutzung eines Raumes wird dieser automatisch gelöscht. Alle Fragen können mit ihren Bewertungen und Kommentaren in einer Excel-Tabelle gespeichert werden.

Barrierefrei

In »frag.jetzt« werden die Use Cases von einem Audio Guide vorgelesen und sind mit den numerischen Tasten navigierbar. Dies erlaubt es, die App komfortabel und schnell zu nutzen, ohne zuvor die gesamte Seite mit dem Screen Reader zu erkunden. Die Benutzerschnittstelle genügt den Anforderungen an Lesbarkeit gemäß WCAG 2.1 AA. Für die Beamer-Präsentation und für sehbeeinträchtigte Personen stehen entsprechende Anzeigeoptionen zur Verfügung. Insbesondere kann die Schriftgröße der Fragen skaliert werden. Neben dem Raum-Code kann ein Raum auch über einen automatisch generierten Direktlink betreten werden.

Datenschutz

»frag.jetzt« kann bei einer Anmeldung als Gast vollständig anonym verwendet werden. Die Konten registrierter User werden datenschutzkonform nach den Vorgaben der DSGVO gespeichert und verwaltet. Der Programmcode ist »Open-Source-Software« und einsehbar auf GitHub.

Nutzungsoptionen

»frag.jetzt« wird als kostenloser Dienst als »Software as a Service« von der TransMIT GmbH auf Servern in Deutschland betrieben, siehe Impressum. Wer »frag.jetzt« auf einem eigenen Server betreiben will, findet eine Docker-Installationsanleitung auf GitHub oder kann die TransMit GmbH damit beauftragen.

»Progressive Web App« (PWA)

Obwohl eine gewöhnliche Webseite, verhält sie sich wie eine App aus dem App Store. Du kannst sie aus dem Browser heraus installieren: »Zur Startseite hinzufügen«. Danach startet sie wie eine gewöhnliche App. Als PWA läuft sie auf jedem Smartphone, egal welches Betriebssystem, egal welcher Browser. So wird dein Publikum immer bereit sein, »frag.jetzt« vorort und spontan zu nutzen.

Freie Software, frei von Werbung

»frag.jetzt« ist seit dem Wintersemester 2019/20 ein Open-Source-Projekt der Technischen Hochschule Mittelhessen, THM. Die Website ist herstellerneutral und frei von Werbung. Die Weiterentwicklung ist für die nächsten Jahre garantiert. Dann geht der Projektleiter in Pension und wird das Projekt als Hobby betreiben. Aber bis dahin werden Hunderte Informatikstudierende der THM engagiert und kontinuierlich an allen Aspekten der Software-Entwicklung (User Experience, Hochverfügbarkeit und Sicherheit) weiter arbeiten – nicht für Geld, sondern Credit Points und gute Noten.

Handy-Nutzung im Hörsaal

Die Nutzung des Smartphones während der Veranstaltung bringt ein hohes Ablenkungsrisiko mit sich. Wir haben aus unserer langjährigen Erfahrung mit Audience-Response-Systemen im Hörsaal gelernt, wie man das Ablenkungsrisiko didaktisch angehen kann:

Handy-Nutzung während der Vorlesung:

Eine Hilfskraft moderiert das Q&A-Forum vor Ort oder aus der Ferne. 10 Minuten vor Ende der Vorlesung beantwortet die Lehrperson 2-3 Top-Fragen am Beamer.

Was wenn ich keine Hilfskraft zur Verfügung habe? Frage jemanden aus der ersten Reihe, diesen Job zu übernehmen. Sie oder er wird nicht Nein sagen.


Handy-Nutzung nur in der Pause:

Die Lehrperson gibt den Raum-Code in der Pause bekannt und moderiert die Fragen selbst. Nach der Pause beantwortet sie 2-3 Top-Fragen.


Keine Handy-Nutzung während der Vorlesung (A):

Die Lehrperson erstellt einen neuen Raum am Ende jeder Vorlesung. Die Studierenden können zuhause Fragen stellen und bewerten. Das Q&A-Forum moderiert eine Hilfskraft oder die Lehrperson selbst. In den ersten 10 Minuten der nächsten Vorlesung geht die Lehrperson auf 2-3 Top-Fragen ein.


Keine Handy-Nutzung während der Vorlesung (B):

Die Lehrperson erstellt einen Raum für die gesamte Dauer des Kurses. Eine Hilfskraft moderiert das Q&A-Forum während des Semesters. Die Lehrperson markiert die relevanten Fragen und löscht alle anderen. Das Q&A-Forum dient so der Reflexion der Vorlesungsinhalte und zur Vorbereitung auf die Klausur.


Screen Reader und »Gender«-gerechte Sprache


Screen Reader für sehbeeinträchtigte oder blinde Personen sprechen »ge-genderte« Nomen unverständlich aus. Wir verwenden deshalb das Generische Maskulinum für gesprochene Texte und Labels in der App.

Auf der Grundlage eigener Tests mit blinden Personen empfehlen wir folgende Screenreader für die Nutzung von »frag.jetzt«:

»THM.cards«

THM.cards ist unsere mobile webbasierte Lernkartei-Plattform, entwickelt als Open Source Software im Kontext des ARSnova-Projekts der THM. Informationen zur Methode des Kartenlernens sind unter https://thm.cards/learning zu finden und eine Einführung in die digitalen Kartenformate unter https://thm.cards/demo (einfach mit der Leertaste durchklicken). THM.cards ist die Lehr- und Lernplattform in unserem Langzeitprojekt: »Digital gegen das Bulimie-Lernen: Quizzen im Hörsaal, Podcasts zu Hause und für unterwegs«.

Mobile Learning: Optimiert für das Lernen unterwegs

THM.cards wurde für das Mobile Learning entworfen: Die App wird zum Lernen überwiegend auf dem Smartphone genutzt. Das setzt besondere designtechnische Anforderungen an »Usability = Ease of Use« und »User Ex­pe­ri­ence = Joy of Use«: Daumenbedienung, Ein-Klick-Navigation zu den Use Cases, Vollbild im Smartphone-Browser, Textskalierung.

Technik

THM.cards ist eine Progressive Web App (PWA), heißt, sie fühlt sich an wie eine native App aus dem Store: Man kann sie aus dem Browser heraus zum Startbildschirm hinzufügen. Sie startet so schnell wie eine native App und zeigt sich ohne Browser-Rahmen. Aktiviert man die Benach­rich­tigungs­funk­tion von THM.cards, wird man zuverlässig um 8.00 Uhr auf dem Smartphone ans Lernen erinnert.

Logo des .cards-projekts

THM.cards basiert auf ?cards (die Tomate im Logo steht für die auf der Plattform implementierte Pomodoro-Technik) und ist Open-Source-Software unter der GNU GPL. Quellcode auf GitHub.

Eine Lernplattform, die ihren Namen verdient

Für Studierende an der THM sind die folgenden Repetitorien, Glossare und Lernkarteien zu Modulen im Studiengang Informatik auf THM.cards frei verfügbar (Login mit THM-Account):

ModulKarteitypKartenVersionLink
DatenbanksystemeRepetitorium208SoSe 2018Zur Kartei
ECMAScript-ApplikationenLerneinheit15WiSe 2017/2018Zur Kartei
Statistik und DatenanalyseLerneinheit121WiSe 2018/2019Zur Kartei
Lineare AlgebraLerneinheit40SoSe 2019Zur Kartei
Open-Source-Programmierwerkzeuge Repetitorium133WiSe 2018/2019Zur Kartei
ProjektmanagementGlossar58WiSe 2018/2019Zur Kartei
Automaten und formale SprachenGlossar20WiSe 2018/2019Zur Kartei
Webbasierte SystemeRepetitorium690SoSe 2019Zur Kartei
Technisches EnglischRepetitoriumWiSe 2019/2020in Kürze
IT-SicherheitRepetitoriumWiSe 2019/2020in Kürze

Klickt man auf die Wolke auf der Startseite von THM.cards, so zeigen sich Dutzende weiterer Karteien und Repetitorien zu Themen aus Modulen des Informatik-Studiengangs: »Best of  ?cards«. Hier eine kleine Auswahl an Themen:

ThemaKarteitypKartenErstelltLink
JavaAufgaben38014.10.2018Zur Kartei
PapyrusGlossar1519.03.2019Zur Kartei
Chrome Dev ToolsPrüfung2401.03.2019Zur Kartei
HTML & MarkdeepRepetitorium24422.08.2018Zur Kartei
UMLRepetitorium12913.07.2019Zur Kartei
User Experience (UX/UI Tweaks)Zielerreichung3906.12.2019Zur Kartei
CSS & SassRepetitorium27307.10.2018Zur Kartei
ECMAScriptRepetitorium11506.07.2018Zur Kartei
GitAnweisungen4418.05.2018Zur Kartei
GitLabPrüfung3312.08.2017Zur Kartei
A11YRepetitorium8004.01.2020Zur Kartei

Linux.cards: Lernen für die LPI-Prüfungen

Auf Lern-, Glossar-, Anweisungs- und Prüfungskarten wird der Inhalt der deutschsprachigen Schulungsunterlagen von tuxcademy.org vermittelt. Zielgruppe dieser ?cards-Instanz sind sowohl Linux-Einsteiger/innen als auch Fortgeschrittene.

Bisher wurden die PDF-Quellen von tuxcademy (ca. 900 Seiten) zur Vorbereitung auf die LPI-Zertifizierungsprüfungen »Linux Essentials«, »LPIC-101« und »LPIC-102« ins Kartenformat überführt und in mehreren Kursen an der THM eingesetzt. Die Karteien sind mit den folgenden Links nach Anmeldung an Linux.cards direkt aufrufbar:

»frag.jetzt«

Im Gespräch mit Malte Persike – am Rande seiner Keynote an der Uni Marburg im Februar dieses Jahres – hatten wir beschlossen, ein Open-Source-Pendant zu Pigeonhole Live und Slido zu entwickeln. Es sollte DSGVO-konform, barrierefrei nach WCAG 2.1 AA und didaktisch fundiert sein. Jetzt ist es soweit: Das Team hat die Kommentarfunktion der ARSnova-Version 3.0 in einer eigenständigen App verpackt: »frag.jetzt«. Der Name der WebApp ist zugleich ihre Adresse: https://frag.jetzt

Features

  • Das Fragen-Board ist live moderierbar (Whitelist/Blacklist).
  • Die Lehrperson kann Bonuspunkte für besonders interessante Fragen vergeben. Die Fragensteller/innen bleiben für das Auditorium stets anonym.

Die Einführung (Link in der Fußleiste der App) beschreibt die Einsatz-Szenarien und Good Practices. Das Poster erklärt die Bedeutung der Buttons und Icons:


»Haben Sie Fragen?«
Oder: Wie erhalte ich Feedback meiner Studierenden hinter der digitalen Wand in Zoom und BBB?

Vorträge, Vorlesungen und seit Corona auch Online-Seminare enden in der Regel mit: »Haben Sie Fragen?«. Und stets meldet sich niemand oder es fragen immer dieselben wenigen. Im Hörsaal traut sich kaum jemand oder die Fragen, die man im Verlauf des Vortrags eigentlich stellen wollte, sind vergessen. Im Video-Konferenzsystem agiert man nicht anonym: Die Sitzung wird möglicherweise aufgezeichnet. Die Mikrofone der Studierenden bleiben stumm, ihre Kameras ausgeschaltet. Die Lehrperson hält ihren Vortrag vor einer digitalen Wand — 90 Minuten lang im Selbstgespräch.

Wem daran liegt, dass seine Online-Vorträge hinterfragt werden, braucht ein Tool zum anonymen und stillen Fragenstellen. Ein solches Open-Source-Tool steht mit »frag.jetzt« kostenlos zur freien Verfügung. Gibt es Bedenken? Ist das Tool barrierefrei, datenschutzkonform, sofort ohne Einarbeitung und ohne technisches Verständnis mit jedem Endgerät nutzbar? Dreimal ja.

Der Workshop wird Ihnen alle Features der Web-App https://frag.jetzt demonstrieren. Sie können die App sofort gemeinschaftlich testen. Anschließend diskutieren wir die didaktischen Einsatz-Szenarien.

Zum aktuellen Entwicklungsstand von »frag.jetzt«

ARSnova-Workshop an der Uni Wien

Am Montag, den 13. Mai 2019 findet eine ARSnova-Schulung an der Uni Wien mit folgender Agenda statt:

Neues Release 2.7

Mit dem Release 2.7 werden weitere Datenschutz-Features gemäß der Datenschutz-Grundverordnung der EU (DSGVO) – insbesondere das „Recht auf Vergessenwerden“ – implementiert:

  • Nutzer/innen von ARSnova können ihren Account über die Oberfläche jederzeit selbst vollständig und unwiderruflich löschen. Diese Option ist über das Zahnrad-Icon in der Fußleiste der App erreichbar.
  • Das Löschen des Accounts löscht alle zugehörigen ARSnova-Sessions.
  • Die Daten, die der Kontoinhaber in fremden Sessions hinterlassen hat (Zwischenfragen, Antworten auf offene Fragen), werden anonymisiert.
  • Accounts ohne Aktivität seitens des Kontoinhabers werden nach einer konfigurierbaren Anzahl an Tagen automatisch gelöscht.
  • Ein Admin kann beliebige Accounts und einzelne Sessions löschen.

Alle Änderungen finden Sie im Changelog auf GitHub beschrieben:

Wiener Lecture

„Die interaktive Vorlesung: Formatives Assessment und Feedback mit Student-Response-Systemen“

Der Vortrag am Center for Teaching and Learning (CTL) der Universität Wien zeigt, wie man eine Vorlesung mit aktivierenden digitalen Elementen anreichert und in neue digitale Lehr- und Lernformen integriert – für mehr Interaktion und Partizipation im Hörsaal. Im Fokus steht der Rückkanal, den das Audience-Response-System ARSnova (https://arsnova.eu) zwischen dem Auditorium und der Lehrperson ermöglicht: Studierende können mit ihrem Smartphone Verständnisfragen beantworten und Feedback geben entlang einer Zeitskala vom Vorabend der Vorlesung (Lehrstrategie „Just-in-Time Teaching“), während der Vorlesung (Lehr-/Lernmethode „Peer Instruction“) und spontan während des Vortragens per Live-Feedback und Zwischenfragen. Zeitskaliertes Feedback und Assessment unterstützten formativ den lernendenzentrierten Unterricht: Die Lehrperson kann Inhalt und Tempo ihrer Vorlesung dem tatsächlichen und aktuellen Verständnis des Auditoriums anpassen. Der Vortrag fasst die evidenzbasierten Studien zum Einsatz von Audience-Response-Systemen in der Lehre zusammen und vermittelt didaktische Erfahrungen mit ARSnova aus Lehr- und Lernprojekten.

PDF-Folien des Vortrags (56 MB)

ARSnova Europa, Hessen, Uni …

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, welche der zahlreichen ARSnova-Installationen man gerade aufgerufen hat, zum Beispiel über einen Google-Treffer, haben wir unseren allgemein zur Verfügung gestellten Europa-Server arsnova.eu entsprechend eingefärbt. Der hauseigene Hessen-Server  arsnova.hessen.de meldet sich mit dem Landeswappen, dem roten Löwen; der Uni-Server mit dem Logo der Uni.

Wir hoffen, dass jetzt keine Session mehr „verloren“ geht, weil man sich vielleicht verlaufen hat.

ARSnova auf der fraMediale 2018

Auf der Bildungs- und Medienmesse fraMediale 2018 am 19. September an der Frankfurt University of Applied Sciences ist das ARSnova-Entwicklerteam mit seinen drei Teilprojekten als Aussteller präsent:

Wenn Sie sich für digital gestütztes Lehren und Lernen interessieren, kommen Sie vorbei! Wir informieren Sie gern über alle drei Apps – didaktisch und technisch. Im Mittelpunkt wird die Entwicklung unserer neuen Lernkartei-App arsnova.cards stehen:

Die Open-Source-App arsnova.cards ist nicht nur eine Lernkartei-App wie Quizlet oder SuperMemo, sie unterstützt mit multimedialen Karten auch das Mitschreiben in Vorlesungen und eine Bonusvergabe für kontinuierliches Lernen. Die App ist eine vorlesungsbegleitende persönliche Lernumgebung, ein virtueller Ort, wo Lernzeit mit kognitiven Tätigkeiten, wie Mitschreiben, Nachbearbeiten, Lernkarten erstellen, Lernfragen wiederholt beantworten, intensiv verbracht wird — im Gegensatz zu sogenannten Lernplattformen wie Moodle oder ILIAS, die in praxi nur als Verteilungsplattformen dienen.

In der Widmung „informatik.cards“ füllen wir die Lernkartei-App derzeit mit Lernkarteien für alle Pflichtmodule des Bachelor-Studiengangs Informatik an der THM. Schauen Sie sich die Demo-Kartei auf der Startseite einmal an.